Hallo liebe Leser,

heute möchten wir hier ein paar Worte über den aktuellen Zustand der Trauben verlieren.

Man konnte in den letzten Wochen viel darüber hören oder lesen, dass es in weiten Teilen der rheinland-pfälzischen Weinanbaugebiete große Probleme mit Pilzkrankheiten gibt. Und dass, daraus resultierend, schon große Ernteeinbußen erwartet werden. Auch in unserer Region ist die Peronospora-Krankheit weit verbreitet. Durch diesen Pilz bildet sich eine sog. „Lederbeerigkeit“. Dabei trocknet die Beere aus und die Beerenhaut wird lederartig zäh. Ein solcher Befall kann zu vollständigen Ernteausfällen führen. Wir hatten hier an der Mosel (ebenso wie überall in Deutschland) einen sehr regnerischen Mai und Juni, sodass wir Mitte Juli schon bei der Niederschlagsmenge des gesamten Vorjahres angekommen waren. Dieses viele Wasser und dabei warme Sommertemperaturen begünstigen bekanntermaßen Pilzkrankheiten, so auch bei dem Peronospora-Pilz. Deshalb war es unerlässlich, dass man in den Weinbergen ständig Pflanzenschutzmaßnahmen, z. B. durch Fungizide, unternahm.

 

Wir selbst haben in Teilen unserer Rebanlagen aktuell kleinere Befälle, die aber voraussichtlich zu keinen relevanten Ernteverlusten führen werden. Und die Trauben sehen in all unseren Weinbergen vielversprechend aus! Wir waren gezwungen viel Zeit und Geld in den Pflanzenschutz zu investieren, aber es hat sich gelohnt.

 

 

 

 

 

 

Wir können also glücklicherweise sagen, dass unsere Trauben zum jetzigen Zeitpunkt in sehr gutem Zustand sind und wir blicken mit Spannung den nächsten Wochen bis zum Herbst entgegen.

Ihre Winzerfamilie Lönartz

Hallo liebe Leser,

heute möchten wir kurz etwas über die Entblätterungsmaßnahmen schreiben, die wir zur Zeit in unseren Weinbergen durchführen. Entblättern, das bedeutet, dass wir in der Traubenzone (siehe Bilder) einen Großteil der Blätter entfernen, um den Trauben so besseren Zugang zu Licht, Wärme und Wind zu geben. Dies können wir in unseren flachen Weinbergslagen mit dem Traktor, an dem ein spezielles Gerät angebracht ist, machen. In den Steillagen dagegen muss diese Arbeit, so wie die meisten anderen Arbeiten, von Hand erledigt werden. Eine relativ zeitaufwändige Tätigkeit, aber zweifellos von großer Tragweite. Den die Extraportion Sonnenlicht lässt die Trauben noch um einiges schneller und besser reifen. Außerdem trocknen die Trauben nach einem Regen wesentlich schneller, da sie mehr Wind abbekommen, was den Vorteil hat, dass sich weniger Wasser in den Pflanzen einlagert und so die Gefahr von aufplatzenden Beeren reduziert wird.

 

 

 

Wenn wir mit dem Entblättern durch sind und wir auch die Triebspitzen der Reben eingekürzt haben, ist es erst mal an der Zeit die Entwicklung der Pflanzen in die Hände von Mutter Natur zu legen. In den nächsten Wochen gibt es dann in den Weinbergen nicht allzu viel zu tun, was wiederrum auch mal ganz angenehm sein kann :)

Bei weiteren Fragen zu diesem oder anderen Themen oder bei grundsätzlichen Anregungen zu unserem Winzerblog zögern Sie nicht uns einen Kommentar zu hinterlassen oder uns eine Email zu schreiben!

Ihre Winzerfamilie Lönartz

Hallo liebe Leser,

heute wollen wir einfach mal breichten, wie es in unseren Weinbergen und im Weingut allgemein so aussieht.

Zunächst einmal zu den Weinbergen: Hier sind wir mitten drin in der Arbeit, die wir als “Heften” bezeichnen. Damit ist das Unterstecken der Reben gemeint, es werden also alle Triebe, die von der Reihe abstehen in das Drahtgerüst eingesteckt, sodass die Reben im Spalier stehen (siehe Bild 1) – daher auch der Name Spaliererziehung für diese Erziehungsform. Insgesamt muss man diesen Vorgang ca. drei mal in jedem Weinberg machen. Wir sind nun im zweiten Durchgang und werden vorraussichtlich noch bis Anfang Juli mit dem Heften beschäftigt sein.

 

Des Weiteren haben wir bereits vor zwei Wochen in unserem neu angepflanzten Weinberg in der Steillage die Metalpfähle, die sog. Stickel, eingeschlagen (siehe Bild 2). Entlang dieser Stickel werden später Drähte gespannt und so entsteht die Drahtanlage, an der die Reben hochgezogen werden.

 

In unserem Weingut gibt es zur Zeit nicht allzu viel Neues zu berichten. Wir haben in dieser Woche noch einmal einige Fuder unserer 2015er Weine abgefüllt aber ansonsten dreht sich unser Hauptaugenmerk im Moment auf der Arbeit in der Rebanlagen.

 

Und eines noch zum Vormerken: am Freitag, den 19. Juli werden wir unsere Straußwirtschaft wieder eröffnen und bis Ende Oktober an fünf Tagen in der Woche (Mo. – Mi. & Fr. – Sa.) für Sie da sein, um Ihnen die Abende mit herzhaftem Essen und natürlich mit ausgezeichneten Weinen zu versüßen. Wir freuen uns auf Sie!

Das war’s für’s Erste aus dem Weingut Lönartz-Thielmann

Für weitere Infos besuchen Sie uns auf unserer Homepage oder auf Facebook

Ihre Winzerfamilie Lönartz

 

Hallo liebe Leser,

heute schreiben wir ein paar Zeilen über die Neubepflanzung eines unserer Weinberge. Nachdem wir letzte Woche in einem Facebook-Video gezeigt haben, wie wir die Wurzeln in unserer Steillage entfernt haben, ging es nun daran die neuen Reben einzupflanzen und so den Weg für einen neuen Weinberg zu ebnen. Nachdem wir den Weinberg ausgezeilt hatten (also die Positionen aller Rebstöcke festgelegt hatten) bestand die Pflanzung im Prinzip aus drei Schritten: zunächst wird mit einem Motorbohrer ein Loch für jede einzelne Pflanze gebohrt, dann wird die junge Rebe mitsamt etwas Dünger eingesetzt und zu guter Letzt wird das Loch wieder zugescharrt und es wird eine Schutz-Tüte um die Rebe gemacht. Letzteres dient dem Schutz der Rebe, so können Hasen oder Füchse sich nicht an den Jungtrieben zu schaffen machen.

 

Wir haben in diesem neuen Weinberg übrigens ca. 1350 Reben gepflanzt, davon 350 Stück von der Rebsorte Cabernet Sauvignon – Jungwinzer Florian verspricht sich davon eine adäquate Erweiterung unserer Rotwein-Produktpalette :)

Nun hoffen wir, dass alle jungen Reben erwachsen :)

mit freundlichen Grüßen

Ihre Winzerfamilie Lönartz

Hallo liebe Leser,

heute möchten wir über den Rebschnitt berichten, also die Arbeit, die den Winzer in den Monaten Dezember bis März am meisten beschäftigt.

Kurz gesagt bezeichnet der Rebschnitt den jährlichen Rückschnitt des einjährigen Holzes und Korrekturen des alten Holzes. Die notwendigen Arbeiten werden immer während der Vegetationsruhe durchgeführt, weshalb man auch vom “Winterschnitt” spricht. Dabei werden alle bis auf eine oder zwei Triebe (je nach Rebsorte) einer jeden Rebe entfernt, sodass sich das Wachstum der zukünftigen Trauben in den verbleibenden Trieben konzentriert; bei diesen Trieben spricht man vom sog. Fruchtholz. Die Art des Rebschnitts entscheidet maßgeblich mit darüber, wie viel Ertrag im späteren Jahresverlauf an den Reben zu erwarten ist. Es kommt neben der Anzahl der Triebe, die man stehen lässt außerdem noch darauf an, wie lang man diese lässt – oder besser gesagt, wie sehr man diese Triebe einkürzt. Denn je länger die Triebe sind, desto mehr Augen (Knospen) werden später ausgebildet und desto mehr Trauben wird die Rebe dementsprechend tragen. Allerdings ist natürlich auch eine gewisse Begrenzung des Ertrages gewünscht, aus Gründen, die wir hier in vorherigen Artikeln schon einmal erörtert haben.

Alles in Allem ist der Rebschnitt somit auch Teil der sog. Reberziehung, darunter versteht man den Aufbau und die Formgebung eines Rebstockes. Je nach Erziehungsart ist ein mehr oder weniger ausgeprägter Rebschnitt erforderlich. Bei der von uns angewandten Erziehungsmethode, der sog. Spaliererziehung, ist ein relativ ausgiebiger Winterschnitt von Nöten, der uns, wie schon erwähnt, ungefähr von Dezember bis Ende Februar / Anfang März beschäftigt. Im Anschluss daran werden die Reben “gebunden” – und darüber werden wir im nächsten Artikel berichten ;-)

Wir hoffen, Sie haben ein bisschen was gelernt und verbleiben

mit besten Grüßen von der Mosel

Ihre Winzerfamilie Lönartz

Hallo liebe Leser,

heute möchten wir Ihnen davon berichten, dass wir doch noch dazu kamen, die Eiswein-Trauben zu lesen, die wir im vergangenen Herbst haben hängen lassen. Eigentlich hatten wir das Thema schon abgeschrieben, da uns der Winter bisher noch nicht die erforderlichen -7 °C beschert hat. Jetzt ist es dann doch noch kalt geworden und so haben wir gestern Morgen in den acht Reihen Riesling immerhin gut 100 Liter geerntet. Ein Großteil der Trauben lag zwar bereits in den dafür angebrachten Netzen und musste gar nicht mehr abgeschnitten werden aber mit der Qualität sind wir trotzdem sehr zufrieden.

 

Insgesamt dauerte die Lese des Eisweins ca. zwei Stunden.

Die Trauben wurden nach dem Lesen natürlich direkt verarbeitet…

…und lieferten ein Mostgewicht von ca. 170 °Oe – wir sind zufrieden :-)

Insgesamt erwarten wir einen soliden Eiswein 2015, was umso erfreulicher ist, da wir die Sache eigentlich schon abgeschrieben hatten. Einzig der niedrige Säurewert der Trauben dämpft die Stimmung ein wenig, aber unsere Kellermeister werden schon ein gelungenes Produkt herausbekomme :-)

Soweit das Neueste von uns!

beste Grüße von der Mosel wünscht Ihnen

Ihre Winzerfamilie Lönartz

 

Liebe Leser,

wir vom Weingut Lönartz-Thielmann wünschen Ihnen von ganzem Herzen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Genießen Sie die Festtage und die ruhige Zeit mit Ihren Lieben und etwas gutem Wein!

Ihre Winzerfamilie Loenartz

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

wir haben vor einigen Tagen unsere Traubenlese beendet und möchten nun hier einmal die Ergebnisse und unsere Erwartungen bzgl. des neuen Jahrgangs zusammenfassen.

Zunächst einmal muss man sagen, dass wir vom Wetter her einen Wahnsinns-Oktober hatten! In den kompletten fünf Wochen, in denen wir am Lesen waren, haben wir genau einmal (!) im Regen im Weinberg gestanden – und das wir so wenig mit Regen zu tun hatten diesen Herbst, ist zum einen sehr angenehm für die Arbeit und zum anderen auch sehr vorteilhaft für Qualität der Trauben. Besonders die Riesling-Trauben, die wir am Ende gelesen haben, obgleich sie auch Ende Oktober noch sehr schön gesund waren, hatten am Ende sehr brüchige Stiel-Gerüste. Das ist völlig normal um diese Jahreszeit aber birgt natürlich die Gefahr, dass sich schon nach einem kleineren Schauer und/oder Sturm alle Trauben auf dem Boden wiederfinden – aber wie gesagt: war dieses Jahr alles kein Problem! Überhaupt war es ein sehr stressfreier Herbst. Wir konnten ganz in Ruhe eine Sorte nach der anderen rein holen und hatten nicht, wie z. B. 2014 die Situation, dass auf einmal eigentlich alles gleichzeitig gelesen werden müsste. So konnten wir auch bei den frühen Rebsorten problemlos koordinieren und alle Sorten mit einem wünschenswerten Mostgewicht ernten.

 

Auch was die Qualität angeht sind wir sehr, sehr zufrieden mit der 2015er Ernte. Wir haben fast ausschließlich gesundes Lesegut gehabt und die Oechsle-Grade waren genau so wie man es sich wünscht, d. h. bei den Trauben, die zu Qualitätswein werden zwischen 75 und 85° Oe und bei denen, die Kabinett oder Spätlese werden über 90°, zum Teil bis ca. 100°. Man kann sagen, dass wir von einem Top-Jahrgang ausgehen und das die 2015er Weine den Jahrgang 2014 noch übertreffen werden!

Den ersten 2015er, unseren Rivaner, werden wir in der kommenden Woche schon abfüllen, da dieser Wein immer relativ zügig fertig ist und auch schon Ende September gelesen wurde. Er findet sich auch schon auf unserer aktuellen Preisliste und wird demnächst im Webshop zur Verfügung stehen! Die anderen Weine des neuen Jahrgangs werden wir dann im Frühjahr in die Flasche kommen…Sie dürfen, genau so wie wir, gespannt darauf sein ;)

So viel erst einmal zur Lese 2015. Wenn Sie irgendwelche Fragen zum neuen Jahrgang haben oder gerne zu einem bestimmten anderen Thema einen Blogeintrag lesen würden, zögern Sie nicht uns einen Kommentar zu hinterlassen oder uns per Email zu kontaktieren!

Wir wünschen Ihnen noch ein paar schöne Herbsttage!

Ihre Winzerfamilie Lönartz

Hallo liebe Leser,

wir melden uns noch einmal, bevor wir mit der Traubenlese 2015 beginnen. Die ersten Trauben (Müller-Thurgau und Dornfelder) werden wir voraussichtlich in der nächsten Woche reinholen. Bis dahin haben wir noch ein wenig Zeit, um z. B. in den Steillagen die Riesling-Reben etwas zu entblättern und somit freizulegen. So kommt zum einen mehr Sonne an die Trauben und zum anderen werden sie im Falle eines Regenschauers anschließend schneller trocken, da mehr Wind an die Beeren kommt. Und Trockenheit wäre in den nächsten Wochen der größte Garant für eine gute Ernte 2015, zu viel Regen dagegen würde den Fäulnis-Prozess der Trauben stark beschleunigen und uns einige Probleme bereiten…wie etwa im letzten Herbst.

 

Somit haben wir heute begonnen, in unseren Top-Lagen, wie dem Valwiger Herrenberg und der Bruttiger Götterlay, noch einmal die Blätter zu entfernen um gerade dort eine Top-Qualität sicher zu stellen. Wie die beiden Bilder zeigen sehen die Trauben zum jetzigen Zeitpunkt noch ganz hervorragend aus. Und auch wenn man hier und da mal die ein oder andere faule Traube findet, blicken wir voller Zuversicht der Weinlese entgegen.

 

 

Wir melden uns wieder, wenn wir am lesen sind und berichten dann erneut über den Zustand der Weinberge und die Prognosen für den 2015er Wein!

mit besten Grüßen von der Mosel

Ihre Winzerfamilie Lönartz

Hallo liebe Leser,

es geht, wie der Titel des Artikels schon sagt, auf den Herbst zu. In wenigen Wochen werden wir damit beginnen, die ersten Trauben in den Keller zu holen. Dies wird sich naturgemäß zunächst einmal auf die frühen Rebsorten, wie z. B. Acolon und Müller-Thurgau, beschränken. Aber auch insgesamt wird es dieses Jahr eine verhältnismäßig frühe Lese werden.

Die Trauben sehen zu jetzigen Zeitpunkt aus wie gemalt. Wenn die Wetterbedingungen mitspielen, kann es ein absolutes Top-Jahr werden! Hierfür bräuchten wir in den nächsten Wochen am besten weiterhin warme Tage und kühle Nächte, denn so generieren die Trauben am meisten Zucker und reifen am besten. Und außerdem wäre es gut, wenn es trocken bliebe und möglichst wenig regnen würde.

 

Alles in allem sind wir guter Hoffnung, dass wir wieder Spitzenqualitäten aus den vorhandenen Trauben erzeugen können. Wäre halt schön, wenn uns das Wetter jetzt auf den letzten Metern nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht :)

Soweit das Neueste von uns!

Wir melden uns wieder, wenn die Lese am laufen ist und wünschen bis dahin einen schönen Restsommer!

Ihre Winzerfamilie Lönartz